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Referenten von links nach rechts: Hermann-Josef Kronen (Volksverein Mönchengladbach), Michael Sochiera (Werkstatt Frankfurt a.M.), Dr. Rolf Engels (Dr. Engels Beratungsgesellschaft, Bielefeld), Jochen Strasser (Werkstatt Frankfurt a.M.), Julia Scherer (Bertelsmann Stiftung), Dieter Schöffmann (VisáVis Beratung, Köln), Martin Koch (BAG Arbeit), Katharina Schwalm-Schäfer (NRW-Wirtschaftsministerium), Bernd Nagel (Umweltbetrieb Stadt Bielefeld), Claudio Vendramin (Arbeitskreis Recycling e.V.), Dr. Holger Thärichen (Geschäftsführer Sparte Abfallwirtschaft u. Stadtreinigung Bundesverband Kommunaler Unternehmen VKU), Frederick Pöschel (Effizienz Agentur NRW)

Abschlusstagung 24.11.2014: Handwerkszeug in der praktischen Umsetzung für Umwelt und Wiederverwendung/Recycling

Kreis Herford. Nach dreijähriger Projektarbeit fand jetzt im Marta die Abschlusstagung des bundesweiten Vorhabens „RECOM - Wiederverwendung und Ressourcenschonung im regionalen Netztwerk“ statt.

Koordiniert wurde RECOM vom Arbeitskreis Recycling e.V. (Trägerverein der RecyclingBörse) und der Bundesarbeitsgemeinschaft BAG Arbeit, Dachverband von bundesweit rund 300 sozialwirtschaftlichen Betrieben.


Als Referentinnen und Referenten waren neben Projektpartnern unter anderem Katharina Schwalm-Schäfer vom NRW-Wirtschaftsministerium, Dr.Holger Thärichen, Geschäftsführer der Sparte Abfallwirtschaft und Stadtreinigung des Bundesverbandes Kommunaler Unternehmen (VKU), Julia Scheerer von der Bertelsmann-Stiftung und Frederik Pöschel vom Wuppertal Institut / Effizienz-Agentur NRW zu Gast.

 

„RECOM hat als Projekt der `Corporate Social Responsibilty´(CSR, zu deutsch: Gesellschaftliche Unternehmensverantwortung) den CSR-Gedanken in mittelständischen Betrieben und für Kooperationen ausgelotet und beispielhaft etabliert. Systematisch entwickelt und ausgebaut, können RECOM-Kooperationen sowohl zur Wiederverwendung und Ressourcenschonung in regionalen Netzwerken als auch zur wirtschaftlich tragfähigen Entwicklung von Gebrauchtwarenhäusern und
damit zur nachhaltigen Regionalentwicklung beitragen, in dem durch die Umsetzung von Ressourenschonung und Wiederverwendung nicht zuletzt Arbeitsplätze für am Arbeitsmarkt benachteiligte Menschen entstehen“, so Martin Koch von der BAG Arbeit.

 

Die vielfältigen CSR-Möglichkeiten insbesondere zur Kooperation von "Privatwirtschaft" und in der Wiederverwendung aktiver "Sozialwirtschaft" sowie im Rahmen von Verbandsaktivitäten und Markeninitiativen wurden auf der Tagung vorgestellt und erörtert.

 

Claudio Vendramin vom Arbeitskreis Recycling: „Mittel und Werkzeuge der CSR bieten adäquates Handwerkszeug zur Sensibiliserung für diese Aufgabe und für die praktische Umsetzung. CSR ist dabei kein geflügeltes Wort, sondern Programm: Zum gegenseitigen Nutzen aller Beteiligten. Unternehmen, ob privatwirtschaftlich, öffentlich-rechtlich oder sozialwirtschaftlich organisiert, können davon nach innen und nach außen Nutzen ziehen und ihr Profil durch gesellschaftliches Engagement schärfen. Zumal immer mehr Geschäftspartner und Kunden den Faktor des freiwilligen verantwortlichen gesellschaftlichen Handelns über gesetzliche Vorgaben hinaus in der Auswahl der Zusammenarbeit oder beim Einkauf einbeziehen. Vor uns also die Zukunft“.

 

Ein auf die speziellen Inhalte des Projektes abgestimmter CSR-Fragebogen auf der Grundlage der Richtlinie ISO 26000 zur Selbstanalyse von Unternehmen wurde erarbeitet. Entstanden ist auch ein „RECOM Leitfaden“, das Möglichkeiten der Umsetzung in Partnerschaftsnetzwerken auslotet und Kooperationskriterien beschreibt. Ebenso wurden die Erfahrungen und Ergebnisse des RECOM-Projektes in einer Broschüre zusammengefasst. Bundesweite RECOMPartner kamen aus Mönchengladbach, Frankfurt am Main, München und der Region Mittweida in Sachsen.

 

Das Projekt RECOM wurde im Rahmen des Programms „CSR - Gesellschaftliche Verantwortung im Mittelstand“ durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und den Europäischen Sozialfonds gefördert.


28. Januar 2013. CSR-Projekt RECOM – Ressourcenschonung in der Region - Tagung zur Abfallvermeidung und Wiederverwendung als gesellschaftliche Unternehmensverantwortung in Bielefeld, Historischer Saal der Ravensberger Spinnerei.

Die Staatengemeinschaft der EU ist auf dem „Weg in die Recycling-Gesellschaft“, die deutsche Politik nennt eine Entkopplung des Wirtschaftswachstums vom Ressourcenverbrauch als Ziel, der Rat für Nachhaltige Entwicklung beschreibt in seiner Empfehlung als „große Vision: Rohstoffe 100 % im Kreislauf führen“.


Im Rahmen des Projektes „RECOM – Recovery Ecological Management, Wiederverwendung und Ressourcenschonung im regionalen Netzwerk“ trafen sich zu diesen Themen am Montag in Bielefeld Vertreter/innen aus Politik, Verwaltung, Gewerbe und Handel.

„Gesetzliche Rahmensetzungen wie das neue Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG) sind die eine, die Pflicht-Seite, der Medaille. Die andere Seite ist die Kür, die wir mit RECOM verfolgen: In Form von gesellschaftlich verantwortlichem und integrativem Handeln zusammen mit passenden regionalen und überregionalen Partnern“, so Claudio Vendramin, Geschäftsführer des Arbeitskreis Recycling e.V. (RecyclingBörse Herford / Bielefeld) und Veranstalter der Tagung.

Mit der Initiative RECOM, einem Projekt der Corporate Social Responsibility CSR, der „Gesellschaftlichen Unternehmensverantwortung im Mittelstand“, werde dieser Gedanken aufgegriffen.

Entsprechend wurden auf der Tagung konkrete Maßnahmen der Müllvermeidung, Wiederverwendung und Ressourcenschonung durch regionale Kooperationsmöglichkeiten vorgestellt.

So gehören zu den ersten regionalen Kooperationspartnern mit guten Beispielen neben öffentlich-rechtlichen und gewerblichen Entsorgern wie dem Umweltbetrieb der Stadt Bielefeld und dem Elektro-Recycler Hennemann (Espelkamp) das Einrichtungshaus Porta und die Firma Hettich.

Wie ein Hersteller eine „Mission Zero“ verfolgen kann – gemeint ist eine Produktionsweise mit dem Ziel von „Null“ Auswirkungen auf die Umwelt -, erläuterte Laura Cremer vom Krefelder Teppichfliesen-Hersteller Interface.

Weitere Beispiele zur Umsetzung „Gesellschaftlicher Unternehmensverantwortung im Mittelstand“ und Erläuterungen zum CSR-Prinzip steuerte Karin Opphard von der UVE Managementberatung und langjährige Geschäftsführerin im Verband Kommunaler Stadtreinigungunternehmen (VKS) bei.

Dr. Christel Wies, Referatsleiterin Kreislaufwirtschaft des NRW-Umweltministeriums, erläuterte erste Empfehlungen des Bundes zur künftigen Abfallvermeidung und Ressourcenschonung: “Auf lokaler Ebene ist die Einrichtung von Strukturen zur Wiederverwendung oder Mehrfachnutzung von Produkten (Gebrauchtwaren) aus Sicht der Abfallvermeidung und der Wiederverwendung von großer Bedeutung“. Gleiches gelte für Reparaturnetzwerke.

Zu diesem Themenkomplex lieferte Markus Meissner vom Österreichischen Ökologie-Institut (Wien) einen Blick über die Landesgrenzen: Der Wissenschaftler berichtete über „Re-Use-Netzwerke -  Kooperationsmodelle kommunaler, privater und sozialwirtschaftlicher Einrichtungen“ in der Alpenrepublik.

Frank Vyncke erörterte in einem anschließenden Workshop mit RECOM-Partnern und Experten aus der Ressourcen- und Abfallvermeidungsforschung das seit knapp 20 Jahren im belgischen Bundesstaat Flandern erfolgreich aktive System "Kringwinkel".

„Wir sind am Ball“, zog RecyclingBörsianer Vendramin am Ende Bilanz: „Die Zahl der Gäste hier und heute belegt die Wichtigkeit des Themas und das Interesse, engagiert Verantwortung zu übernehmen“.

RECOM wird im Rahmen des Programms „CSR – Gesellschaftliche Verantwortung im Mittelstand“ durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und den Europäischen Sozialfonds gefördert (Ende: 2014). Neben Ostwestfalen-Lippe (OWL) sind weitere Projektregionen: Mönchengladbach, München, Frankfurt a.M. und Mittweida (Sachsen). Bundesweit wurden im Rahmen eines CSR-Wettbewerbs 69 Projektentwicklungen ausgewählt, darunter drei in OWL.

Referenten/innen der RECOM Tagung

  • Dieter Schöffmann, Vis-a-Vis Agentur für Kommunikation zum Thema „Das CSR-Projekt RECOM - Wiederverwendung und Ressourcenschonung in regionalen Netzwerken“
  • Dr. Christel Wies, Referatsleiterin Kreislaufwirtschaft des NRW-Umweltministeriums zum Thema „Vermeidung, Wiederverwendung und Ressourcenschonung als gesamtgesellschaftliche Aufgabe und neues Kreislaufwirtschaftsgesetz“
  • Karin Opphard, Unternehmensberaterin und vormals Geschäftsführerin des Bundesverbandes der kommunalen Stadtreinigungsunternehmen (VKS), zum Thema „CSR in kommunalen Betrieben und gewerblichen Unternehmen“
  • Markus Meissner, Österreichisches Ökologie-Institut, zum Thema „Re-Use-Netzwerke - Erfolgreiche Kooperationsmodelle kommunaler, privater und sozialwirtschaftlicher Einrichtungen in Österreich“

sowie zum Thema „Kooperationsbeispiele im Rahmen des Projektes RECOM“

  • Laura Cremer, Interface Sustainability Manager Europe
  • Bernd Nagel, Umweltbetrieb Stadt Bielefeld
  • Dr. Rolf Engels zum Projektpartner Porta Service & Beratungs
    GmbH Co KG
  • Martin Palmer, Hettich Holding GmbH & Co. oHG

Die Vorträge als PDF

Kooperationen und Beispiele

Gesellschaftlich-politischer Rahmen und Herausforderungen

 

Ankündigung zur Tagung:

CSR-Projekt RECOM Wiederverwendung und Ressourcenschonung im regionalen Netzwerk

Tagung am 28. Januar 2013 in Bielefeld, Ravensberger Spinnerei/VHS , Historischer Saal

Tagungsprogramm
Einladung
Anmeldung
Anfahrtskizze 1
Anfahrtskizze 2

Erörterungen der Tagung sind:

  • Wie können regionale betriebliche Strukturen und Kooperationen zur Wiederverwendung und Ressourcenschonung genutzt und ausgebaut werden?
  • Wie können Kooperationen dazu einen Beitrag und damit auch zur Regionalentwicklung leisten?

Hierzu stellen erfahrene Diskussionpartner/innen und Praktiker/innen aus dem gewerblichen Bereich, von öffentlich-rechtlichen Betrieben (Kommunen, öffentlich-rechtliche Entsorger), aus der Forschung und von sozialwirtschaftlichen Betrieben der Wiederverwendung und Reparatur gute Praxis und Erfahrungen vor und zur Diskussion.

Ressourcen- und Rohstoffschonung gehören zu den wichtigsten Aufgaben der Zukunftssicherung. Die EU sieht uns auf dem Weg in die „Recyclinggesellschaft“. Der Rat für Nachhaltige Entwicklung RNE beschreibt „Wie Deutschland zum Rohstoffland wird“ als „große Vision: Rohstoffe 100 % im Kreislauf führen“.

Diese Herausforderung beginnt im Betrieb und in der Herstellung, im Handel, im Haushalt und reicht als Aufgabe bis auf den Wertstoffhof. Wiederverwendung und Recycling sind Bausteine zur Lösung dieser Herausforderung. Das neue deutsche Kreislaufwirtschaftsgesetz KrWG greift dies mit einer neuen „Abfallhierarchie“ auf, die als Rahmen den Schwerpunkt auf Wiederverwendung und Recycling setzt.

Gesetzliche Rahmensetzungen und Mindestanforderungen sind die eine Pflicht-Seite der Medaille. Auf der anderen Seite steht die Kür in Form von gesellschaftlich verantwortlichem und integrativem Handeln zusammen mit passenden regionalen und überregionalen Partnern, gerade hier haben sozialwirtschaftliche Wiederverwender bereits einiges vorgemacht.

RECOM, ein Projekt der Corporate Social Responsibility CSR, der „Gesellschaftlichen Unternehmensverantwortung im Mittelstand“, greift diesen Gedanken auf. Kooperationsmöglichkeiten werden ausgelotet und vorgestellt. Systematisch entwickelt und ausgebaut, sollen RECOM Kooperationen  auf ökonomisch fundierter Basis zur Regionalentwicklung beitragen.

Das Tagungsprogramm

10:30 Uhr Ankunft und Begrüßungskaffee

11.00 Uhr Begrüßung und Einführung in die Tagung, Claudio Vendramin, geschäftsführender Vorstand Arbeitskreis Recycling e.V.

11:05 Uhr Grußwort, Klaus Kugler-Schuckmann, Umweltbetrieb Stadt Bielefeld

11:15 Uhr Vermeidung, Wiederverwendung und Ressourcenschonung als gesamtgesellschaftliche Aufgabe / Neues Kreislaufwirtschaftsgesetz, Dr. Christel Wies, Referatsleitung Kreislaufwirtschaft, Umweltministerium NRW

12:00 Uhr Das CSR-Projekt RECOM, Wiederverwendung und Ressourcenschonung in regionalen Netzwerken, Dieter Schöffmann, Vis-a-Vis Agentur für Kommunikation

12:45 Uhr Imbiss und Diskussionsmöglichkeiten

13:30 Uhr CSR in kommunalen Betrieben und gewerblichen Unternehmen,  Karin Opphard, UVE GmbH für Managementberatung, (ehem. Geschäftsführerin Verband Kommunaler Entsorger VKS im VKU)

14:00 Uhr Re-Use-Netzwerke: Erfolgreiche Kooperationsmodelle kommunaler, privater und sozialwirtschaftlicher Einrichtungen in Österreich, Markus Meissner, Österreichisches Ökologie-Institut

14:30 Uhr Kooperationsbeispiele im Rahmen des Projektes RECOM

15:15 Uhr Abschluss und Ausklang bei Kaffee und Kuchen


Robert Winzer, Udo Holtkamp, Anne-Kathrin Koch, Dr. H. Broehl-Kerner, Dieter Schöffmann, Hermann-Josef Kronen, Claudio Vendramin, Martin Koch, Dr. Engels, Bernd Nagel (vlnr.)

Auftakt-Workshop 04.07.2012

Der RECOM-Auftakt-Workshop mit regionalen und überregionalen Partnern fand am 04.07.2012 im Schulungsraum der RecyclingBörse, Heidestraße 7, 32051 Herford statt.

Bei diesem Treffen ging es um ein erstes Kennenlernen und es wurde über die ISO 2600 diskutiert.

Die ISO 26000 (Social Responisibility - CSR) ist ein Leitfaden, der Orientierung und Empfehlungen gibt, wie sich Organisationen jeglicher Art verhalten sollten, damit sie als gesellschaftlich verantwortlich angesehen werden können. Der Leitfaden wurde im November 2010 veröffentlicht und seine Anwendung ist freiwillig. In Deutschland ist diese Norm als DIN ISO 26000 mit Ausgabedatum Januar 2011 veröffentlicht.

Die Teilnehmer waren:

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