Referenten von links nach rechts: Hermann-Josef Kronen (Volksverein Mönchengladbach), Michael Sochiera (Werkstatt Frankfurt a.M.), Dr. Rolf Engels (Dr. Engels Beratungsgesellschaft, Bielefeld), Jochen Strasser (Werkstatt Frankfurt a.M.), Julia Scherer (Bertelsmann Stiftung), Dieter Schöffmann (VisáVis Beratung, Köln), Martin Koch (BAG Arbeit), Katharina Schwalm-Schäfer (NRW-Wirtschaftsministerium), Bernd Nagel (Umweltbetrieb Stadt Bielefeld), Claudio Vendramin (Arbeitskreis Recycling e.V.), Dr. Holger Thärichen (Geschäftsführer Sparte Abfallwirtschaft u. Stadtreinigung Bundesverband Kommunaler Unternehmen VKU), Frederick Pöschel (Effizienz Agentur NRW)

Handwerkszeug für die praktische Umsetzung

Kreis Herford. Nach dreijähriger Projektarbeit fand jetzt im Marta die Abschlusstagung des bundesweiten Vorhabens „RECOM - Wiederverwendung und Ressourcenschonung im regionalen Netztwerk“ statt.

Koordiniert wurde RECOM vom Arbeitskreis Recycling e.V. (Trägerverein der RecyclingBörse) und der Bundesarbeitsgemeinschaft BAG Arbeit, Dachverband von bundesweit rund 300 sozialwirtschaftlichen Betrieben.


Als Referentinnen und Referenten waren neben Projektpartnern unter anderem Katharina Schwalm-Schäfer vom NRW-Wirtschaftsministerium, Dr.Holger Thärichen, Geschäftsführer der Sparte Abfallwirtschaft und Stadtreinigung des Bundesverbandes Kommunaler Unternehmen (VKU), Julia Scheerer von der Bertelsmann-Stiftung und Frederik Pöschel vom Wuppertal Institut / Effizienz-Agentur NRW zu Gast.

„RECOM hat als Projekt der `Corporate Social Responsibilty´(CSR, zu deutsch: Gesellschaftliche Unternehmensverantwortung) den CSR-Gedanken in mittelständischen Betrieben und für Kooperationen ausgelotet und beispielhaft etabliert. Systematisch entwickelt und ausgebaut, können RECOM-Kooperationen sowohl zur Wiederverwendung und Ressourcenschonung in regionalen Netzwerken als auch zur wirtschaftlich tragfähigen Entwicklung von Gebrauchtwarenhäusern und
damit zur nachhaltigen Regionalentwicklung beitragen, in dem durch die Umsetzung von Ressourenschonung und Wiederverwendung nicht zuletzt Arbeitsplätze für am Arbeitsmarkt benachteiligte Menschen entstehen“, so Martin Koch von der BAG Arbeit.

Die vielfältigen CSR-Möglichkeiten insbesondere zur Kooperation von "Privatwirtschaft" und in der Wiederverwendung aktiver "Sozialwirtschaft" sowie im Rahmen von Verbandsaktivitäten und Markeninitiativen wurden auf der Tagung vorgestellt und erörtert.

Claudio Vendramin vom Arbeitskreis Recycling: „Mittel und Werkzeuge der CSR bieten adäquates Handwerkszeug zur Sensibiliserung für diese Aufgabe und für die praktische Umsetzung. CSR ist dabei kein geflügeltes Wort, sondern Programm: Zum gegenseitigen Nutzen aller Beteiligten. Unternehmen, ob privatwirtschaftlich, öffentlich-rechtlich oder sozialwirtschaftlich organisiert, können davon nach innen und nach außen Nutzen ziehen und ihr Profil durch gesellschaftliches Engagement schärfen. Zumal immer mehr Geschäftspartner und Kunden den Faktor des freiwilligen verantwortlichen gesellschaftlichen Handelns über gesetzliche Vorgaben hinaus in der Auswahl der Zusammenarbeit oder beim Einkauf einbeziehen. Vor uns also die Zukunft“.

Ein auf die speziellen Inhalte des Projektes abgestimmter CSR-Fragebogen auf der Grundlage der Richtlinie ISO 26000 zur Selbstanalyse von Unternehmen wurde erarbeitet. Entstanden ist auch ein „RECOM Handbuch“, das Möglichkeiten der Umsetzung in Partnerschaftsnetzwerken auslotet und Kooperationskriterien beschreibt. Bundesweite RECOMPartner kamen aus Mönchengladbach, Frankfurt am Main, München und der Region Mittweida in Sachsen.

Das Projekt RECOM wurde im Rahmen des Programms „CSR - Gesellschaftliche Verantwortung im Mittelstand“ durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und den Europäischen Sozialfonds gefördert.

Das Projekt RECOM wird im Rahmen des Programms "CSR - Gesellschaftliche Verantwortung im Mittelstand" durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und den Europäischen Sozialfonds gefördert.